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Folge 01: von
Frank
Körner
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Trauerseeschwalben zieht es gen Süden Wenn die Mitarbeiter der Naturschutzverbände BSH, NABU und Mellumrat am Dümmer ins kleine weiße Boot steigen, dann arbeiten sie im Auftrag des Landes Niedersachsen daran, vom Aussterben bedrohte Vögel für die Besucher des Dümmers wieder erlebbar zu machen. Am vergangenen Freitag nutzten sie das schöne Wetter vor dem drohenden Gewitterregen für eine letzte Kontrollfahrt zur Brutkolonie der sehr seltenen Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger). Mit 24 Zentimetern ist sie etwas kleiner als eine Amsel und ihr schwarzgraues Hochzeitsgefieder hat den Namensgeber wohl an ein Trauerkleid erinnert. Trauerseeschwalben sind Zugvögel, die Ende April ihre Brutgebiete in Europa aufsuchen und sich bereits im Juli oder spätestens im August mit ihrem Nachwuchs wieder auf den Weg an die Küste des tropischen Westafrikas machen. Zuvor sammeln sie sich zur Mauser zum Beispiel am Ijsselmeer, um ihr Großgefieder für den bevorstehenden Langstreckenflug zu erneuern. Während sich die Eltern im nächsten Frühjahr auf die Rückreise machen, bleiben die Jungvögel noch ein Jahr in Afrika. |
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Futterübergabe
an
eine
junge
Trauerseeschwalbe
auf
dem
Dümmer.
Die
Nahrung
besteht
aus
Insekten,
Spinnen
und
kleinen
Fischen,
die
im
Flug
erbeutet
werden. |
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Weil die Bestände vieler Wasservögel in der Vergangenheit dramatisch eingebrochen waren, haben sich 146 Staaten verpflichtet, Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, wie zum Beispiel den Dümmer, besonders zu schützen. Besonders zu leiden hatte die Trauerseeschwalbe am Dümmer unter den Folgen der Eindeichung. Stark schwankende Wasserstände und das Verschwinden der Krebsschere machten ein erfolgreiches Brutgeschäft nahezu unmöglich. Ihr Brutbestand sank von 250 auf 20 Paare. Die schwimmenden Blätter der Krebsschere, einer Wasserpflanze, die nur in nährstoffarmen Gewässern gedeiht, dienten den Trauerseeschwalben als Nistunterlage. Bis die Dümmersanierung greift, müssen als Ersatz künstliche Nisthilfen angeboten werden. Zum Einsatz kommen dabei 50 mal 50 Zentimeter große schwimmende Flöße aus Polyurethan (PUR), eine Spende der in Lemförde ansässigen Firma Elastogran GmbH. Durch dieses 1987 begonnene Artenhilfsprogramm des Landes Niedersachsen ist der Bestand mittlerweile auf etwa 100 Brutpaare angewachsen. Der
Dümmer
ist
damit
der
wichtigste
Brutplatz
der
Trauerseeschwalbe
in
Niedersachsen
und
mit
etwas
Glück
kann
man
die
fluggewandte
Seeschwalbe
im
Süden
des
Dümmers
über
die
Hunte
und
im
Westen
über
den
Deich
fliegen
sehen. |
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