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Folge 04: von
Ulrike
Marxmeier
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Zur Dämmerung kommt der Abendsegler Der Dümmer ist mittlerweile bekannt für seine großen Zugvogelschwärme. Wenn sich im Herbst die Stare über dem Schilf zu dunklen Wolken ballen, zieht es manch einen Naturfreund abends zum See. Aber es sind nicht nur die Vögel, die sich am See in großer Zahl versammeln, um nach wenigen Tagen oder auch einigen Wochen weiterzuziehen. Im Spätsommer machen sich auch viele Fledermäuse auf die Reise von ihrem "Sommer-" in ihr Wintergebiet. Ganz wie Zugvögel pendeln sie jedes Jahr zweimal zwischen den beiden Gebieten hin und her und legen dabei zum Teil beachtliche Strecken von weit über 1000 km zurück. Der Abendsegler, mit 8,5 cm Körperlänge eine der größten Fledermäuse, zieht im April und im September innerhalb weniger Tage durch das Dümmergebiet. Wann genau diese Tage sind, weiß niemand. Meist ist es Zufall, wenn man die Tiere entdeckt. Gute Chancen hat man an einem lauen Abend im September, denn Abendsegler fliegen nur in der kurzen Zeit der Dämmerung um Insekten zu fangen. Wenn man Glück hat, erwischt man gerade den Tag, an dem von allen Seiten Fledermäuse angesegelt kommen und sie scharenweise über dem See und auch über dem Ochsenmoor jagen. Bis zu 3000 Tiere wurden in den vergangenen Jahren an einem Abend vom Aussichtsturm im Süden aus gezählt. Aber auch einzelne Fledermäuse sind bereits ein Erlebnis. Obwohl gänzlich unterschiedliche Tiere, lassen sich Abendsegler nicht unbedingt auf den ersten Blick von Staren unterscheiden. Erst bei längerer Beobachtung fällt der zackige Flug der Fledermaus mit abrupten Änderungen der Flugbahn auf. Und wenn man genau hinhört, fliegt ein Tier in der Nähe vorbei, dann lässt sich ein metallisch klingendes Klicken vernehmen. Die meisten Laute, die der Hautflügler von sich gibt um seine Beute zu orten, können wir allerdings nicht wahrnehmen, da sie im Ultraschall-Bereich liegen. |
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Der
große
Abendsegler
(Nyctalus
noctula)
geht
in
der
Dämmerung
am
Dümmer
auf Insektenjagd. |
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Während der europäischen Fledermausnacht, in diesem Jahr vom 27. auf den 28. August, finden an vielen Orten Fledermausexkursionen mit sogenannten Bat-Detektoren statt, denn diese Geräte machen die Ultraschalllaute der Fledermäuse für das menschliche Ohr hörbar. Der große Abendsegler gibt Töne im Frequenzbereich zwischen 18 und 20 Kilohertz von sich, andere, wie z.B. die Wasserfledermaus liegt bei 45- 50 Kilohertz. Das menschliche Gehör kann ohne technische Hilfsmittel, wie den Bat-Detektor, nicht viel mehr als 10 Kilohertz wahrnehmen. Verpasst
man
den
Durchzug
des
Abendseglers,
so
kann
man
immer
noch
nachts
mit
einer
guten
Taschenlampe
am
Dümmerufer
umherstreifen.
Vielleicht
entdeckt
man
in
ihrem
Lichtkegel
eine
kleine
Wasserfledermaus,
die
dort
in
engen
Runden
wenige
Zentimeter
über
der
Wasseroberfläche
fliegt
und
Insekten
mit
den
Füßen
aus
dem
Wasser
angelt. |
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