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Folge 07: von
Ulrike
Marxmeier
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Erkennungszeichen: breiter Schnabel Auf den ersten Blick ist es zu erkennen: es ist der ungewöhnliche Schnabel dem die Löffelente ihren Namen zu verdanken hat. Als wäre er versehentlich zu groß geraten, sitzt er etwas unpassend im Entengesicht. Doch der deutlich verbreiterte Schnabel ist nicht missglückt - ganz im Gegenteil - er ist ein hoch entwickeltes Instrument, der es der Ente ermöglicht, sich von winzigen Partikeln und Tierchen im Wasser zu ernähren. Sie durchschnattert mit ihm die obersten Wasserschichten von Gewässern, denn dort wimmelt es von Lebewesen. Aber Wasserflöhe und andere Tierchen sind sehr klein. Viel Wasser und wenig Nahrung im Schnabel? Die Löffelente hat eine Lösung für das Problem gefunden, sie hat stets ein feines Sieb dabei: Ober- und Unterschnabel sind mit einem Kamm aus langen, dünnen und dicht stehenden Hornzähnchen besetzt, die ineinander greifen, wenn die Ente den Schnabel schließt. Mit der Zunge presst der Vogel das zuvor eingesogene Wasser durch das Sieb aus Zähnchen wieder zurück in das Gewässer - hängen bleiben Wasserflöhe, Hüpferlinge, Mücken und pflanzliche Kost. |
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Der
Schnabel
der
Löffelente
(Anas
clypeata)
ist
an
ihre
Nahrungsaufnahme
angepasst. |
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Obwohl die Löffelente am Dümmer brütet, ist sie im Sommer kaum zwischen den Blättern der See- und Teichrosen oder am Uferrand neben den zahlreichen Stockenten zu entdecken. Im Herbst lässt sie sich dagegen gut beobachten, denn dann hält sie sich zur Nahrungssuche meist auf der freien Wasserfläche auf. Oft versammeln sich hier im September und Oktober sogar größere Gruppen von mehreren hundert Enten und seihen das von ihnen aufgewirbelte Wasser fleißig mit ihrem Schnabel durch. Bedauerlich ist allerdings, dass alle Entenerpel ab dem Spätsommer ihr buntes Federkleid verlieren. Sticht das Löffelentenmännchen im Frühling durch kastanienbraune Körperseiten, eine weiße Brust und einen dunkelgrünen Kopf mit gelben Augen bunt aus der Entenschar heraus, entfärbt es sich zum Herbst hin zu einem traurigen bräunlichen Grau. Selbst der breite, schwarz glänzende Schnabel wird dann blass. Während
andere
Entenarten,
wie
Stock-
oder
Pfeifenten,
den
Winter
über
am
Dümmer
bleiben,
ziehen
Löffelenten
weiter
in
wärmere
Gegenden,
zum
Beispiel
in
die
französische
Camarque,
nach
Spanien
oder
Nordafrika.
Um
den
kräftezehrenden
Flug
dorthin
zu
schaffen,
benötigen
die
Zugvögel
Futter-
und
Erholungspausen
in
geeigneten
Gebieten
entlang
ihrer
Reiseroute.
Ein
europäisches
Netz
aus
Schutzgebieten
in
den
Mitgliedsstaaten
der
Europäischen
Union,
Natura
2000
genannt,
soll
Zugvögeln
helfen.
Löffelenten
sind
nach
europäischem
Recht
streng
geschützt. |
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