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Naturschutzring Dümmer e.V.

 
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Arbeitsfelder

 

2011 steht wie das vergangene Jahr ganz im Zeichen des Artenschutzes. In Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V. (NUVD) führt der Naturschutzring Dümmer e.V. landesweit bedeutsame Artenschutzprojekte durch, die einen Baustein darstellen in der "Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Niedersachsen". Die Umsetzung dieser Strategie wiederum geht zurück auf das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity - CBD), das bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro 1992 getroffen wurde.
(nähere Informationen beim Bundesministerium für Umwelt - BMU)  

Diese Projekte zur Förderung ausgewählter Arten/Artengruppen setzten wir in diesem Jahr um, einige Maßnahmen sind bereits abgeschlossen:

 
 

Vogelarten

Ø   Der Brutbestand der Trauerseeschwalbe im Dümmergebiet konnte durch das Ausbringen von Nistflößen auf 118 Brutpaare gesteigert werden - ein Bestand, der am Dümmer zum letzten Mal vor 50 Jahren festgestellt wurde. Neu angelegte Gewässer schaffen ein breiteres Nahrungsangebot.

Ø   Für Kampfläufer, Rotschenkel und weitere hochgradig gefährdete Wiesen- und Sumpfvögel werden attraktive Brut- und Rastplätze durch Vernässungspolder und Reliefgestaltung hergerichtet.

Ø   Die beiden Fischadlerpaare im Dümmergebiet hatten auf Nisthilfen sehr guten Bruterfolg, die Ansiedlung weiterer Paare wird durch zwei neu angefertigte Nisthilfen gefördert. Die Wiederansiedlung von Schwarzstorch und Seeadler soll ebenfalls durch ein Angebot von Nisthilfen ermöglicht werden.
Steinkauz und Eisvogel werden durch optimierte Lebensräume und Nistplätze gefördert.

Ø   Stacheldrahtzäune werden entschärft, um die Anzahl der Anflugopfer bei der Sumpfohreule zu verringern. Das Nahrungsangebot wird verbessert. 

Lebensraum Röhricht

Ø   Das Röhricht am Dümmer erfährt seit einigen Jahren einen dramatischen Rückgang. Zum Schutz der Röhrichte als Lebensraum für hochgradig bedrohte Vogelarten werden Lahnungen errichtet bzw. wiederhergestellt. Auf aufgespülten Uferabschnitten sollen sowohl durch aktives Ausbringen von Schilfsaatgut als auch durch eine natürlichen Ausbreitung Röhrichtbereiche entwickelt werden.

Amphibien / Reptilien

Ø    Für den Laubfrosch, der nach 40jähriger Abwesenheit erstmals wieder im Dümmergebiet abgelaicht hat, sowie für den Moorfrosch werden Laichgewässer und Sommerlebensräume geschaffen. 
Die Knoblauchköte wird wiederangesiedelt, nachdem sie seit über 40 Jahren aus dem Dümmerraum und angrenzenden Gebieten verschwunden ist.

Ø    Die Ringelnatter wird durch Wiederansiedlung wieder heimisch. Ein vielfältiges Lebensraummosaik wurde für die Art hergerichtet.

Wirbellose

Ø    Das Sumpfhornklee-Widderchen, der Hochmoorbläuling und die Sumpfschrecke werden durch optimale Pflegemaßnahmen gefördert. 

Ø    Die seit den 1970er Jahren aus dem Dümmergebiet verschwundene Grüne Mosaikjungfer soll durch aktive Wiederansiedlung und die Herstellung geeigneter Lebensräume wieder heimisch werden.


Pflanzen

Ø    Die Wiederansiedlung des am Dümmer ausgestorbenen Sumpf-Läusekrautes steht nach Ausbringen von Saatgut im Feuchtgrünland und bereits erfolgter Keimung vor ihrem Erfolg.

Ø    Die Bestände des Breitblättrigen Knabenkrautes und das Fleischfarbenen Knabenkrautes werden durch geeignete Pflegemaßnahmen gefördert.

Ø     Ein kleiner Bestand des Kriechenden Selleries, eine nach der europäischen Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (FFH) geschützte Pflanze, erhält durch ein neu angelegtes Gewässer, durch verbesserte Pflegemaßnahmen sowie durch aktive Vermehrung neue Ausbreitungsmöglichkeiten.  

Ø  Vorkommen des Lungenenzians und des Großen Klappertopfes werden durch gezielte Flächepflege und Unterstützung der natürlichen Ausbreitungsmöglichkeiten gefördert.

Natur erleben

Ø    Ein Naturerlebnis- und Vogelbeobachtungssteg, ein Teichaquarium am Dümmer und eine Ausstellung zu amphibisch lebenden Tieren befinden sich in Planung.

Ø    Naturerlebnisteiche und ein Wildnisgarten sollen Natur hautnah erlebbar machen

Ø    Besucher des Dümmers werden durch eine neu konzipierte Informationsfaltblätter zu aktuellen Artenschutzprojketen für die Einzigartigkeit der Dümmerregion sensibilisiert.  

 

 

 

    Noch mehr als Artenschutzprojekte am Dümmer?
          .
...was wir außerdem tun.....

 

 

Die Dümmerniederung gehört zu den wichtigsten Vogellebensräumen in Niedersachsen. Im Winterhalbjahr dient sie vielen Wasser- und Watvögeln als Rast- bzw. Überwinterungsgebiet. Aufgrund der hohen Rastbestände vor allem von Saat- und Blässgans, Stock-, Löffel-, Krickente und dem Kiebitz haben weite Teile der Niederung den Status eines Feuchtgebietes Internationaler Bedeutung. Ebenfalls von hoher Bedeutung ist das Gebiet für verschiedenste bedrohte Brutvogelarten, wie z.B. Trauerseeschwalbe, Schilfrohrsänger, Bekassine und Uferschnepfe. 

Zu unseren weiteren Aufgaben gehören daher:

 

 

 Ø    die regelmäßige Erfassung von Brut- und Rastvogelbeständen auf einer Fläche von insgesamt ca. 7.900 ha. Innerhalb des EU-Vogelschutzgebietes Dümmer (ca. 4.600 ha) erfolgt ein Teil der Erfassungsarbeiten im Auftrag der Naturschutzstation

Ø    die Erfassung weiterer Tierarten/-gruppen (z.B. Amphibien, Heuschrecken) im Betreuungsgebiet

weiter zu  "Betreuungsgebiet"



 
 

Ø    Umweltbildung
Öffentlichkeitsarbeit in Form von naturkundlichen Exkursionen, Besucherinformation in der Ausstellungsdiele oder im Naturerlebnisgarten, Vorträgen, Projekten.
Im jährlichen Rhythmus werden Veranstaltungskalender mit Terminen für Führungen und Aktionen herausgegeben.
Für Gruppen können Exkursionstermine bzw. Führungen durch die Ausstellung in der Naturschutzstation vereinbart werden.
Anmeldung telefonisch oder per E-mail.

In enger Zusammenarbeit mit dem Naturpark Dümmer gestalten und betreuen wir Natur-Erlebnispfade und erstellen Natur-Erlebnisbroschüren, die Besuchern Anregungen geben,
auf kleinen Exkursionsrouten selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.

 
 

Ø    Naturschutzmaßnahmen
Pflege von Hecken, Gewässern, Röhrichten etc.
Ausbringen/Einholen von Bojen zur Kennzeichnung der Schutzgebiete am Dümmer

   
 

Ø    Naturschutzplanung
Mitwirkung an der Aktualisierung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Betreuungsgebiet

   
 

Ø   innovative Naturschutzprojekte
DBU-Projekt - Vogelschutz auf ehemaligen Torfabbauflächen

 
     
 



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